Medizinische Bedeutung von Dieselpartikeln

Dieselpartikel entstehen unter anderem bei der motorischen Verbrennung. Da die Motorentechnik ständig weiter ausgefeilt wird, entstehen tendenziell immer kleinere, feinere Dieselpartikel. Partikel gehören zu den Feinstäuben und sind nur wenige Nanometer groß- für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar. Ein Nanometer entspricht einem tausendstel Millimeter. Straßen-, Feld- und Bremsstäube sind wesentlich größer und zählen in dieser Hinsicht nicht zu Feinstäuben.

Nach ihrer Entstehung gelangen die Dieselpartikel über die Abgasführung von Fahrzeugen in die Umgebungsluft und können dort von Menschen eingeatmet werden. Größere Partikel würden durch die natürlichen Reinigungsmechanismen des menschlichen Körpers zurückgehalten werden. Die Nasenschleimhäute sind jedoch nicht in der Lage die feinen Dieselpartikel zurückzuhalten. Deshalb gelangen diese beim Einatmen in die Alveolen der Lunge. Da Partikel keine Gase sind, können sie dort weder umgesetzt noch ausgeatmet werden – sie verbleiben in der Lunge.


Dieselpartikel bestehen zu einem Großteil aus Kohlenstoff. Dieser ist jedoch durch die motorische Verbrennung bedingt, mit anderen Schadstoffen angereichert. Der menschliche Körper setzt zur Reinigung der Lunge sog. Makrophagen, oder auch Fresszellen genannt, ein. Diese umschließen normalerweise einen Fremdkörper und versuchen ihn dann zu zersetzen. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung von Dieselpartikeln sind die Fresszellen nicht in der Lage diese zu zerstören. Der Körper reagiert auf die erfolglosen Versuche der Zellen mit unkontrollierter Wucherung, die man hinlänglich als Krebs bezeichnet.

Es gibt heute eine Vielzahl von Studien und Tierversuchen, die den Nachweis erbrachten, dass die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken höher ist, wenn man neben den normalen Belastungen des Alltags noch zusätzlich mit Dieselruß in Kontakt gekommen ist. Menschen, die auf Baustellen oder Untertage, in unmittelbarer Nähe von Dieselmotoren arbeiten oder Menschen, die in Ballungsgebieten, oder an viel befahrenen Strassen wohnen, sind dem Dieselruß im Übermaß ausgeliefert. Die Gefährlichkeit der Dieselpartikel rechtfertigen daher die Bemühungen zur Reduktion dieser Emission und damit zur Erhaltung der Gesundheit des Menschen.

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